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Körperliche Reaktion

Glaubenssätze hindern uns daran, konstruktive Lösungen für Belastungs- und Konfliktsituationen zu finden und setzen uns unter Druck. Wir empfinden Stress.

Durch Stress wird ein Überlebensprogramm in Gang gesetzt, das in der Steinzeit überlebenswichtig war. Heute haben sich unsere Lebensbedingungen geändert, aber das Stress-Programm läuft noch genauso ab. Über die sogenannte Stress-Hormon-Achse werden verschiedene körperliche Reaktionen in Gang gesetzt.

Zunächst wird der Körper in Alarmbereitschaft gesetzt. In dieser Phase nimmt die Puls- und Atemfrequenz zu, werden Speichelfluss und Verdauung gehemmt, wird das Schmerzempfinden herabgesetzt, spannen sich die Muskeln an usw.. Also der Organismus fokussiert sich auf Flucht oder Kampf. Wenn die Bedrohung bewältigt ist, beruhigt sich der Körper, d.h. die Stresshormone im Blut werden abgebaut.

Bleibt die Bedrohung erhalten, stellt sich der Körper auf einen Dauerkampf ein. Mögliche Folgen von Dauerstress sind:

  • Reduktion von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Es folgen Depressionen und Konzentrationsschwäche.
  • Schwächung des Immunsystems.
  • Verminderte Insulinwirkung. Folge: Erhöhter Blutzuckerspiegel, Übergewicht.
  • Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt.
  • Störung der Verdauung.
  • Schmerzen wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen.
  • Usw.
Stress ist nicht prinzipiell ungesund, er wird ungesund, wenn er zum Dauerzustand wird. Wenn nämlich die Stresshormone nicht mehr abgebaut werden, bevor die nächste Bedrohung kommt. Im Steinzeit-Bild: wenn der Bär vor der Höhle sitzen bleibt. Heute sitzen keine Bären mehr vor unserem Haus. Der Bär ist nun vielleicht der Chef, mit dessen Anforderungen wir aufgrund unserer Glaubenssätze nicht konstruktiv umgehen können. Also sind wir auch selbst die Bären.
Sonja van Bentum • Im Obergarten 8 • 65719 Hofheim • E-Mail: info@praxis-vanbentum.de • Telefon: 0173 / 6 84 49 93